Die Holzbrandkeramik



Die Holzbrandkeramik
Die meisten Töpferwaren werden heute in einem Keramikbrennofen gebrannt, der dem Töpfer damit sehr viel Arbeit abnimmt. Der Brand im Ofen muss zwar kontrolliert und gesteuert werden, aber im Grunde genommen werden die Werkstücke nur eingestellt und die Arbeit macht der Ofen.

Man weiß zwar nie so ganz genau, wie das Ergebnis nach dem Brand aussieht und die Überraschung bleibt immer, aber bei den modernen Brennöfen ist die Technik so ausgereift, dass man mit einem bestimmten und auch guten Ergebnis rechnen kann. Im Großen und Ganzen aber kommen die Werkstücke unbeschadet und fertig gebrannt aus dem Ofen heraus.

Bei der Holzbrandkeramik ist das aber anders, denn hier wird jedes Tonstück im Ofen zu einem einzigartigen Unikat. Auch bei einem Profi, der seit vielen Jahren töpfert und sich auskennt mit allen Brennmethoden, kann bei dieser Brennart kein Ergebnis vorhergesagt werden. DAS macht letztendlich den besonderen Reiz bei der Holzbrandkeramik aus.

Was ist Holzbrandkeramik?



Die Bezeichnung verrät schon einiges, denn bei der Holzbrandkeramik wird in einem lehmverkleideten Brennofen eine Art Holzfeuer hergestellt. Es nimmt sehr viel Zeit in Anspruch mit einer Holzbrandkeramik zu arbeiten, dafür aber sind die Ergebnisse einmalig und überraschend. Der zeitintensive Aufwand lohnt sich, denn die fertigen Tonstücke haben durch die Holzbrandkeramik eine besondere Optik bekommen.

Beim Brennvorgang wird zunächst der Ofen mit den Teilen gefüllt, indem die Tonstücke auf die verschiedenen Brennplatten gestapelt werden. Zwischen jede Töpferarbeit kommt zusätzlich ein sogenanntes Wadding, damit die Teile nicht miteinander verkleben. Dabei wir ein kleinerer Tonklumpen mit einer Trennmasse bestrichen werden und dazwischen gesetzt. Dazu kommen kleine Tongefäße mit Salz befüllt, welches dann später eine spezielle chemische Reaktion auslöst, die eine Glasur auf die Tongefäße zaubert. Dadurch bekommen die Tonwerkstücke ein charakteristisches Aussehen. Wenn der Ofen ganz befüllt ist, was einen ganzen Tag lang dauern kann, muss er auch noch komplett zugemauert werden, bis auf zwei kleine Öffnungen, durch die der Ofen angefeuert wird.

Glasuren in der Holzbrandkeramik



Das Brennen der Töpferware bei der Holzbrandkeramik dauert viele Stunden lang, die fast 20 Stunden lang im Feuer bleibt. Das ganz Besondere an der Holzbrandkeramik ist, dass die Töpferwerkstücke nicht in getrennten Brennräumen und Feuerräumen gebrannt werden, sondern in alles in einem Raum geschieht.

Die Flammen und das Salz machen bei der Holzbrandkeramik die unterschiedlichen und ganz besonderen Glasuren aus, die man nicht vorhersagen kann und für einen Überraschungsmoment sehr gut ist. Bei der Holzbrandkeramik kann der Töpfer dann auf die Glasuren danach verzichten, denn die Tonstücke kommen fix und fertig aus dem Ofen.